Die wichtigsten Schritte zur Gründung eines eigenen Unternehmens

Die Grundlage jeden Projekts ist eine Idee. Diese Idee kann Ihrer persönlichen Erfahrung, Ihrer Kompetenz oder Ihrer Fantasie entspringen oder auf der Beobachtung der Welt um Sie herum beruhen. Sie kann klassisch oder innovativ sein – alles hängt vom Kontext ab, vom Markt, in dem Sie sich befinden. Was also ist Ihre Idee? Hier ein paar mögliche Szenarien:
- Als versierter Fachmann haben Sie im Laufe der Jahre umfassende Kenntnisse und technische Kompetenzen gewonnen – Sie kennen Ihren Markt und wollen diese Trümpfe nutzen, um selbstständig zu werden.
- Sie sind begierig nach Neuem und verfolgen aufmerksam die neuen Trends. Sie haben ein innovatives Konzept oder ein neues Produkt gefunden, das im Ausland bereits eingeführt ist. Warum es nicht in Deutschland auf den Markt bringen?
- Sie beobachten das Geschehen um Sie herum genau, analysieren es und haben immer ein kritisches Auge auf Ihre Umgebung. Vielleicht sind Sie derjenige, der ein neues Konzept entdeckt und schließlich umsetzt?
Nicht vergessen: Domainnamen registrieren!
Egal, ob es sich um ein Patent, geistiges Eigentum oder einfach eine Marke handelt: Vergessen Sie nicht, Ihre Idee durch Registrierung bei den zuständigen Institutionen zu schützen. Bei einer Marke oder dem Namen Ihres Unternehmens müssen Sie auch überprüfen, ob der zugehörige Domainname verfügbar ist, und sich diesen bei den zuständigen Stellen sichern.
Realisierbarkeit ist alles
Wenn Sie Ihre Idee gefunden haben, muss die Realisierbarkeit des Projekts überprüft werden. Nehmen Sie sich Zeit, nachzudenken und das Projekt reifen zu lassen, und berücksichtigen Sie dabei alle dazugehörigen Elemente: Merkmale, Nutzen, Herstellungsprozess (im Fall eines Produkts), Markteinführung usw. Erkundigen Sie sich auch, ob es gesetzliche Auflagen gibt, die die Realisierung Ihres Projekts erschweren könnten. In diesem Projektstadium müssen Sie die Vorteile und vor allem Nachteile kritisch abwägen und das für Sie relevante Marktpotenzial realistisch beurteilen. Dafür ist eine Marktanalyse unerlässlich! Diese erlaubt Ihnen, die wichtigen Trends festzustellen, die Konkurrenz zu identifizieren und sicherzustellen, dass Ihre Idee über einen Wettbewerbsvorteil verfügt. Kurz gesagt: Sie brauchen die Marktanalyse, um die Risiken, die zum Scheitern Ihres Projekts führen könnten, weitestgehend zu minimieren, Ihre Marktstrategie festzulegen und realistische Umsatzprognosen zu erstellen.
Welche Mittel brauche ich?
Überlegen Sie sich dann, welche Mittel Sie benötigen. Schätzen Sie diese genau ab: das Kapital, das Personal, die Ausstattung. Von diesen Elementen ausgehend können Sie die Kosten Ihres Projekts kalkulieren. Parallel dazu können Sie auf Basis der Marktanalyse die Mindesteinnahmen prognostizieren und überprüfen, ob diese die Ausgaben decken. Damit können Sie die erforderliche Investition präzisieren und einen Finanzierungsplan aufstellen. Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihr eigenes Kapital (Ihre Eigenmittel) und die Unterstützung, die Sie erhalten können, zum Beispiel Förderungen durch den Staat, Gebietskörperschaften oder die Region. Jetzt sind Sie in der Lage, den genauen Geldbetrag zu bestimmen, den Sie aufnehmen müssen.
Welche Rechtsform ist die richtige?
Nun müssen Sie festlegen, welche Rechtsform die richtige ist: Einzelunternehmen oder Gesellschaft? Beides hat seine Vorteile, nehmen Sie sich also Zeit und informieren Sie sich genau. Berücksichtigen Sie bei dieser Entscheidung Ihre persönliche Situation. Erledigt? Jetzt müssen Sie nur noch bei Ihrem örtlichen Gewerbeamt (den Internetauftritt finden Sie jeweils auf der Homepage der Gemeinde, in der Sie Ihr Unternehmen anmelden möchten) die behördlichen Erfordernisse erfüllen. Diese bestehen in der Anmeldung Ihrer Tätigkeit und dem Gesuch auf Eintragung Ihres Unternehmens.
Wie reduziere ich mein Risiko?
Damit existiert Ihr Unternehmen, juristisch gesehen. Jetzt müssen Sie es nur noch zum Leben erwecken, indem Sie zum Image Ihres Unternehmens passende Räumlichkeiten finden. Vergessen Sie nicht, Ihr Unternehmen zu versichern, um die Risiken bestmöglich zu reduzieren. Sie sind nun fast so weit. Jetzt müssen Sie noch das grafische Erscheinungsbild Ihres Unternehmens festlegen – Logos, Styleguide, Corporate Identity usw. – und sich die nötige Ausrüstung für Ihre Geschäftstätigkeit beschaffen: Visitenkarten, Verkaufsprospekte, Geschäftsbriefpapier. Dann können Sie mit den ersten Marketing- und Kommunikationstätigkeiten zur Bekanntmachung Ihres Unternehmens beginnen und die Kundenakquise starten.
Jetzt sind Sie am Zug!
Denken Sie daran: Heutzutage werden viele Kunden über das Internet gefunden. Sie sollten also unverzüglich eine Website erstellen. Der erste Schritt dazu ist bereits getan: Wenn Sie unsere Ratschläge befolgt haben, ist Ihr Domainname bereits registriert. Ist das nicht der Fall, beeilen Sie sich! Es wäre schade, wenn bereits jemand anderes den zu Ihrem Unternehmen passenden Domainnamen verwenden würde. Sie brauchen im Übrigen keine Angst zu haben: Man muss nicht Informatiker sein, um eine Website zu erstellen. Auf dieser Seite finden Sie alle Ratschläge, die Sie für Ihre digitale Strategie benötigen. Jetzt sind Sie am Zug, Sie haben alle Schlüssel zum Erfolg Ihres Projekts in der Hand!
